Wie narzisstische Beziehungen scheitern und gelingen

Bärbel Wardetzki


 

Liebe Lovebirds,

Narzisstische Liebesbeziehungen sind wie ein Feuerwerk, wenn auch leider nur für eine kurze Zeit. Verliebtheit, sich gegenseitig verführen, verschmelzen in der gemeinsamen Grandiosität – das kennzeichnet den Anfang. Die Gefühle sind heiß, die Begierde ist groß. Das Erlöschen folgt auf dem Fuß. In narzisstischen Beziehungen dreht sich alles um den eigenen Vorteil, alles steht im Dienste des eigenen Selbst: die Auswahl des Menschen, die Art mit ihm umzugehen, die Entscheidung, welches Selbstbild vermittelt wird, sowie die Erwartung, was der andere erfüllen soll. Es geht weniger um den anderen Menschen an sich, als mehr um die Funktion, die er für das Selbsterleben hat.
Narzisstische Beziehungen sind selten dauerhaft befriedigend, erfüllend, nährend oder glücklich. Oft enden sie, bevor sie wirklich begonnen haben und hinterlassen das unangenehme Gefühl des eigenen Versagens oder der Unzulänglichkeit des Beziehungspartners. Oder sie verlieren im Lauf der Jahre ihren Glanz und das, was die Anziehung einmal ausgemacht hat: die Idealvorstellung eines untrüglichen, gemeinsamen Glücks. Das führt zu persönlichem Leid, da die betroffenen Menschen unzufrieden, ängstlich oder frustriert zurückbleiben.

In ihrem Vortrag anlässlich der IGT Arbeitstagung „Liebe – die transformierende Kraft in Beziehungen und Gesellschaft“, der vom 27. – 31. Oktober 2013 in Lindau stattfand und bei unserem Pairing Partner „Auditorium Netzwerk“ als DVD erschien, beschäftigt sich die psychologische Psychotherapeutin, Gestalt-, Familien- und Verhaltens-therapeutin, Supervisorin, Coach und Buchautorin Dr. Bärbel Wardetzki mit einer Frage, die uns alle angeht. Hier nun ein Auszug aus ihrer Rede.

Eure Julia.


 

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